Radio HR1 - 21.08.08
Mitschnitt von HR1. Kristof und Jürgen zu dem "Trubel" um ihre Lebenspartnerschaft ca. 4,5 min MP3
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Bezirksdekan nach Segnung von Homosexuellen abgesetzt
{mosimage}Tebartz-von Elst: Segnung eingetragener Lebenspartnerschaften durch katholische Seelsorger nicht möglich
20. August 2008 Nach der Segnung eines homosexuellen Paares hat der katholische Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst dem Wetzlarer Bezirksdekan Peter Kollas sein Amt entzogen. Alle Gläubigen seien nach der Lehre der katholischen Kirche verpflichtet, gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften Einspruch zu erheben, erklärte das Bistum Limburg am Mittwoch. Eine Segnung eingetragener Lebenspartnerschaften durch katholische Seelsorger sei deshalb nicht möglich.
Homosexuelle Gläubige sind keine Katakombenchristen
Am 15.08.2008, genau nach 20 Jahren, haben wir, Jürgen Erbach und Kristof Heil, in einem standesamtlichen Akt unsere Lebenspartnerschaft eintragen lassen. Es war uns ein Anliegen, nachfolgend den kirchlichen Segen für unsere Beziehung zu empfangen. In einem sehr würdigen Gottesdienst hat Pfarrer Peter Kollas von der katholischen Domgemeinde diesen Segen erteilt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Danach fand in unserem Haus, auf dem Sonnendeck, eine Feier mit unseren Gästen, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, statt.
{mosimage}Papst-Rede vor französischer Bischofskonferenz
Benedikt XVI. bleibt bei harter Linie
Zum Ende seiner Frankreich-Reise hat Papst Benedikt XVI. mit deutlichen Worten die konservative Haltung der katholischen Kirche bestärkt. Vor der französischen Bischofskonferenz im Wallfahrtsort Lourdes bezog er Stellung gegen Scheidungen
und "irreguläre Verbindungen". Von Stefan Troendle, ARD-Hörfunkstudio Rom, zzt. in Lourdes
Der Wetzlarer Sündenfall
{mosimage}Weil ein katholischer Priester einem schwulen Paar seinen Segen gab, muss er sein Amt als Dekan abgeben - die gesegneten Partner sind bestürzt.
Von Kathrin Haimerl sollte eine schöne Feier werden. Jürgen Erbach und sein Partner Kristof Heil hatten alles gut geplant. Erst die Eintragung ihrer Partnerschaft im Alten Rathaus von Wetzlar. Dann wollten sie sich noch den kirchlichen Segen holen - im Wetzlarer Dom. Diese sogenannte Simultankirche wird von mehreren Konfessionen gemeinsam genutzt.